Pädagogische Grundsätze

Bildung braucht Partizipation (Beteiligung)

Unter Partizipation verstehen wir die Beteiligung der Kinder an Geschehnissen in der Einrichtung, die „Aushandlungsprozesse“ mit den Erziehern einschließt.
Im Zusammenleben mit den Kindern wird eine Haltung vermittelt, die den Kindern eine altersgemäße Teilhabe, Verantwortung und Mitwirkung  ermöglicht.
Dabei geht es darum, im Vertrauen auf das Potential der Kinder ihnen etwas zuzutrauen und zuzumuten. Es geht nicht um die Vermittlung von Wissen, sondern um die Akzeptanz des Kindes als eines aktiven, gleichwertigen Partners, auch wenn sich der Erwachsene und das Kind durch Erfahrung und Wissen unterscheiden.

In diesem Zusammenhang werden einerseits formale Organisationsfragen diskutiert, zum anderen der Anspruch der Erzieher bekräftigt, bei der Planung, Durchführung und Reflexion des pädagogischen Handelns von den Wünschen, Bedürfnissen und Interessen der Kinder auszugehen.

In unserem Alltagsgeschehen werden die Kinder an aktives und selbständiges Handeln unter Vermittlung und Einhaltung von Normen und Werten herangeführt.

Jedes Kind ist eine eigene Persönlichkeit, die lernen sollte, respektvoll mit sich selbst und mit anderen umzugehen. Wir setzen dabei klare und konsequente Grenzen. In unserer heutigen Gesellschaft ist es wichtig zu wissen, wo die eigenen Grenzen sind und wie man damit richtig umgeht. Ein Kind, das seine Grenzen kennt, wird ein zufriedenes Kind sein, das zu einem harmonischen Zusammenleben beitragen kann.

Hierzu einige Beispiele, bei denen in unserer Einrichtung Mitbestimmung gelebt wird:

Alltagsgeschehen:
tl_files/kita2010/signal.pngRettungsmäuse
tl_files/kita2010/signal.pngRaumwahl
tl_files/kita2010/signal.pngSpielpartnerwahl
tl_files/kita2010/signal.pngEssenszeit – auswahl, und –dauer
tl_files/kita2010/signal.pngZeit, etwas selbst auszuprobieren
tl_files/kita2010/signal.pngSpielwahl
tl_files/kita2010/signal.pngRezeption/ Telefondienst

Besondere Aktivitäten:
tl_files/kita2010/signal.pngMitgestaltung der Morgenrunde
tl_files/kita2010/signal.png„Runder Tisch“
tl_files/kita2010/signal.pngRaumgestaltung
tl_files/kita2010/signal.pngAngebots – und Projektgestaltung
tl_files/kita2010/signal.pngAusbildung von „Gesellen“ (Werkstatt)
tl_files/kita2010/signal.pngInhaltliche Gestaltung der Vorschularbeit

Kinder haben jederzeit das Recht, sich Hilfe und Unterstützung zu organisieren.

Wie wir offene Arbeit leben

Unser Haus mit seinen offenen Türen und Bereichen und mit den vielfältigen Handlungsmöglichkeiten lädt die Kinder ein, sich frei zu entfalten. Sie erleben Räume mit einem hohen Aufforderungscharakter, um sich auszuprobieren, zu experimentieren oder zur inneren Ruhe zu finden.
Dabei sammeln die Kinder in einem täglichen Miteinander Erfahrungen in ihrer Ich-, Sozial- und Sachkompetenz.

Mittels einer festgelegten Tagesstruktur und wiederkehrender Rituale erfährt das Kind bei uns:        Halt        Sicherheit        Verlässlichkeit        Orientierung

Für ein harmonisches Miteinander sind klare Absprachen und Regeln notwendig.

Kinder der Kita Nimmerland

Von der Integration zur Inklusion

Wir vertreten mit der offenen Arbeit eine Pädagogik, die allen Kindern die Chance geben soll, sich nach ihren Bedürfnissen zu entwickeln und sie mit ihren Stärken, Auffälligkeiten und Eigenschaften als Persönlichkeiten anzuerkennen. Kinder lernen in unserer Einrichtung, dass es normal ist, verschieden zu sein. Mit Inklusion ist gemeint, dass alle Kinder von Anfang an gemeinsam lernen. Inklusion ist im Kern ein systemischer Ansatz, der nicht fragt: „Passt das Kind in unsere Einrichtung?“, sondern: „Wie muss sich unsere Einrichtung gestalten, um den Bedürfnissen aller Kinder gerecht zu werden?“
Inklusion (= Einschluss) hat sich aus der Integration entwickelt und stellt eine Gemeinschaft dar. Jedes Kind soll sich mit allen Schwächen und Stärken  integriert und als Teil der Gruppe angenommen fühlen.